Hinweis: Die Inhalte dieser Webseite dienen der allgemeinen Information. Verbindliche und tagesaktuelle Angaben zu Förderprogrammen und Gesetzgebung erhalten Sie auf energiefranken.ch, beim Bundesamt für Energie und auf der offiziellen Webseite Ihres Kantons.

Solaranlage Planung Schweiz

Schritt für Schritt zur eigenen Photovoltaikanlage – von der Dachanalyse über die Offerte bis zur Inbetriebnahme.

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Solaranlage planen: Der komplette Leitfaden

Die Planung einer Solaranlage in der Schweiz umfasst mehrere Schritte – von der ersten Machbarkeitsanalyse bis zur Inbetriebnahme und Förderabwicklung. Mit einer strukturierten Vorgehensweise vermeiden Sie teure Fehler und stellen sicher, dass Ihre Anlage optimal dimensioniert ist. Hier finden Sie den kompletten Planungsprozess im Detail.

Schritt 1: Dachanalyse und Machbarkeit

Bevor Sie Offerten einholen, sollten Sie Ihr Dach grundlegend einschätzen. Wichtige Faktoren sind die Dachfläche, Ausrichtung, Neigung und Verschattung. Das Bundesamt für Energie stellt mit sonnendach.ch ein kostenloses Tool bereit, das für jedes Gebäude in der Schweiz das Solarpotenzial berechnet. Prüfen Sie auch den Zustand Ihrer Dacheindeckung – bei Dächern älter als 20 Jahre lohnt sich eine gleichzeitige Sanierung.

Schritt 2: Bedarfsanalyse und Dimensionierung

Ermitteln Sie Ihren aktuellen und zukünftigen Strombedarf. Berücksichtigen Sie dabei geplante Anschaffungen wie eine Wärmepumpe (zusätzlich 3'000 – 5'000 kWh/Jahr) oder ein Elektroauto (zusätzlich 2'500 – 4'000 kWh/Jahr). Als Faustregel gilt: Pro 1'000 kWh Jahresverbrauch sollten Sie mindestens 1.5 kWp installieren. Bei einem 4-Personen-Haushalt mit 5'000 kWh Verbrauch empfiehlt sich eine Anlage von mindestens 8 kWp.

Schritt 3: Offerten einholen und vergleichen

Holen Sie mindestens drei Offerten von verschiedenen Installateuren ein. Achten Sie dabei auf folgende Punkte:

Schritt 4: Bewilligung und Anmeldung

Für die meisten Aufdachanlagen in der Schweiz genügt ein Meldeverfahren bei der Gemeinde. Ihr Installateur übernimmt in der Regel die folgenden administrativen Schritte:

Schritt 5: Installation und Inbetriebnahme

Die eigentliche Installation auf dem Dach dauert bei einem Einfamilienhaus nur 2 bis 4 Tage. Der Ablauf umfasst die Montage des Unterkonstruktionssystems, das Anbringen der Solarmodule, die Verkabelung, die Installation des Wechselrichters und den Anschluss ans Hausnetz. Nach der Fertigstellung erfolgt eine Abnahme durch den Netzbetreiber, und die Anlage wird offiziell in Betrieb genommen.

Schritt 6: Monitoring und Wartung

Nach der Inbetriebnahme ist ein laufendes Monitoring wichtig, um die Leistung der Anlage zu überwachen. Die meisten modernen Wechselrichter bieten eine App-basierte Überwachung in Echtzeit. Die jährlichen Wartungskosten betragen CHF 150 bis CHF 300 und umfassen die Kontrolle aller Komponenten sowie eine allfällige Reinigung der Module.

Typischer Zeitplan

PhaseDauerBeschreibung
Offertphase2 – 4 WochenOfferten einholen und vergleichen
Planung & Bewilligung4 – 8 WochenDetailplanung, Meldeverfahren, EVU-Anmeldung
Lieferung & Montage2 – 6 WochenMaterialbeschaffung und Installation
Inbetriebnahme1 – 2 WochenAbnahme, Zählereinbau, Netzanschluss
Gesamt3 – 6 MonateVon Offerte bis Solarstrom

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Häufige Fragen zur Solaranlage Planung

Wie lange dauert die Planung und Installation?

Von der ersten Offerte bis zur Inbetriebnahme vergehen typischerweise 3 bis 6 Monate. Die Montage selbst dauert nur 2 bis 4 Tage.

Welche Bewilligungen brauche ich?

Für Aufdachanlagen genügt meist ein Meldeverfahren bei der Gemeinde. Der Installateur übernimmt die Anmeldung beim Energieversorger und den Förderantrag bei Pronovo.

Worauf achte ich bei der Installateur-Wahl?

Achten Sie auf NIV-Zertifizierung, Referenzprojekte, mindestens 3 Vergleichsofferten und transparente Kostenaufstellungen.

Kann ich meine Anlage später erweitern?

Ja, eine Erweiterung ist möglich. Dimensionieren Sie den Wechselrichter von Anfang an grosszügig, um spätere Kosten zu sparen.

Eignet sich mein Dach für Solar?

Die meisten Schweizer Dächer eignen sich. Ideal sind Süd-Ausrichtungen mit 20 bis 40 Grad Neigung, aber auch Ost-West- und Flachdächer sind rentabel.

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